GESCHICHTE

„Geschäftsstelle“

1948

1948

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1950

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Ein Fest

 

1907 schloss sich in Deutschland, direkt nach dem Zionistischen Kongress in Den Haag, eine Gruppe deutsche zionistischer Frauen zusammen, um die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der jüdischen Frauen in Palästina zu verbessern. Sie nannte sich „Jüdischer Frauenverein für kulturelle Arbeit in Palästina“.

1920 gründete Lady Rebecca Sieff in London die WIZO. Der deutsche „Kulturverein“ wurde der WIZO angegliedert, setzte seine Arbeit aber eigenständig fort und schickte weiterhin Lebensmittel und andere Güter nach Palästina.

1923 wurde in Dresden der „Bund Zionistischer Frauen“ gegründet, der es sich ebenfalls zum Ziel gesetzt hatte, neben der erforderlichen Sozialarbeit in der eigenen Gemeinde, die Menschen in Palästina zu unterstützen.

Die auf Unabhängigkeit bedachte Arbeit der beiden Gruppen bereitete der WIZO-Exekutive in London aber große Probleme. Daher wurde im März 1929 eine vollständige Fusion der beiden Organisationen beschlossen und verabschiedet.

Jenny Blumenfeld wurde die erste Präsidentin der WIZO Deutschland. Recha Freier, die frühere Präsidentin von WIZO Bulgarien und Mitglied der WIZO-Exekutive erkannte gleich zu Beginn der Nazizeit die drohende Gefahr für die jüdische Bevölkerung in Deutschland und entwickelte trotz immenser Schwierigkeiten und großer Widerstände ein „Jugend Alliah-Programm“, um möglichst viele Kinder aus Deutschland heraus zu bringen. So gelang es ihr tausende Mädchen und Jungen zu retten und sie vor dem sicheren Tod durch die Nazis zu bewahren. 1935 übernahm Henrietta Szold ihre Arbeit und setzte diese fort, so lange es möglich war.

1946, gleich nach dem Krieg, gründeten sich in Deutschland wieder erste WIZO-Gruppen in den Lagern für „Displaced Persons“, den Überlebenden des Holocaust. Schon im ersten Jahr gab es etwa 3000 Mitglieder in 30 verschiedenen Lagern. Die Arbeit der WIZO konzentrierte sich hier zuerst auf die Organisation von Kindergärten und Sozialstationen, die sich um schwangere Frauen und stillende Mütter kümmerten. Später wurden verschiedene Aktivitäten wie Nähen und Stricken und Kurse in Hebräisch und Englisch angeboten.

1947 wurde die erste WIZO-Gruppe außerhalb eines DP-Lagers in Hamburg mit Hilfe der Mutterföderation WIZO England gegründet. In den folgenden Jahren bildeten sich weitere Gruppen in Berlin, Frankfurt und München.

1949 zog die WIZO Zentrale von England nach Israel.

1960 gelang es Fay Gove-Pollack, Mitglied der WIZO-Welt-Exekutive, die WIZO Föderation Deutschland wieder ins Leben zu rufen.

Am 30. März 1960 wurde Hellen Israel aus Düsseldorf in Frankfurt zur ersten Präsidentin gewählt und Dr. Gitta Guttmann aus Frankfurt wurde Vizepräsidentin.

Von 1990 bis 2003 war Lala Süsskind aus Berlin die Präsidentin der WIZO Föderation Deutschland e.V.

Von 2003 bis 2011 war  Rachel Singer aus Frankfurt Präsidentin von WIZO Deutschland.

Von 2011 bis 2015 war  Diana Schnabel aus Frankfurt die Präsidentin von WIZO Deutschland.

Seit 2015 ist Simone Graumann aus Frankfurt die Präsidentin von WIZO Deutschland.

Zur Zeit gibt es in Deutschland 8 WIZO Gruppen.